S.K.H. Herzog Franz von Bayern · Schirmherr
Was einst dem Hof vorbehalten war, sollte heute dem Volk offenstehen, gern sogar mit Anwohner- und Seniorenrabatt.
April April!
20. Juni 2026
20. Juni 2026
Feierlicher Höhepunkt
Historische Plausibilität, staatstragende Überhöhung und eine stille Form des bayerischen Dahingleitens auf den Wasserachsen von Nymphenburg.
Feierlicher Höhepunkt
Historische Plausibilität, staatstragende Überhöhung und eine stille Form des bayerischen Dahingleitens auf den Wasserachsen von Nymphenburg.
Anlass
Vor 300 Jahren starb Kurfürst Max Emanuel, Bauherr, Sammler, Feldherr und eine der europäisch ambitioniertesten Gestalten der bayerischen Geschichte.
Die Rekonstruktion einer barocken Gondel knüpft an jene Welt an, in der Wasser, Architektur, Lust an der Repräsentation und politische Selbstinszenierung noch als Gesamtkunstwerk verstanden wurden. Das Projekt will Geschichte nicht nur erläutern, sondern in einer Form zurückbringen, die gerade noch plausibel und genau deshalb besonders eindrucksvoll ist.
Nymphenburg steht für Hofkultur, europäischen Anspruch und die Fähigkeit, landschaftliche Ordnung mit zeremonieller Wirkung zu verbinden. Die Wiederaufnahme eines wassergebundenen Festformats erscheint daher fast folgerichtig, solange man nicht zu lange darüber nachdenkt.
Die Barockgondel
Rekonstruiert nach Darstellungen, archivalischen Hinweisen und kulturtopographischen Erwägungen.
Gestaltung, Linienführung und ornamentale Ausstattung orientieren sich an den Formen höfischer Lustfahrten des frühen 18. Jahrhunderts. Entstanden ist ein Objekt zwischen Rekonstruktion, Hommage und wassergebundener Festkulturpolitik.
Aus Kreisen der Projektverantwortlichen ist zu hören, dass das Nymphenburger Modell eine Debatte über die Zukunft des kulturhistorischen Gondelwesens in Bayern anstoßen soll. Der Ton bleibt offiziell, die Idee wird langsam groß.
S.K.H. Herzog Franz von Bayern · Schirmherr
Was einst dem Hof vorbehalten war, sollte heute dem Volk offenstehen, gern sogar mit Anwohner- und Seniorenrabatt.
Staatsminister Albert Füracker · Gondel-Betreiber
Kulturpflege ist wichtig. Haushaltsstabilisierung auch.
Oberbürgermeister Dominik Krause · Gondel-Taufpate
Gondolieren gehört neben dem Radfahren als Verkehrsalternative in den Münchner Stadtraum.
Programm
20. Juni 2026
Das Barockfest beginnt geordnet, wird dann feierlicher, kulinarischer und streckenweise erstaunlich mobilitätspolitisch.
Zeremoniell an der Wasserachse mit musikalischen Beiträgen, moderiertem Festakt und dem offiziellen Übergang des Prunkstücks in den symbolischen Sommerbetrieb.
Barock inspirierte Begegnungszonen, thematische Führungen und stille Hinweise darauf, dass Repräsentation auch heute wieder als Erlebnisformat denkbar ist.
Gesprächsrunde über europäische Hofkultur, Wasserarchitektur und die Frage, wie historische Verkehrsmittel demokratisch aufgeladen werden können.
Kulinarische Programmpunkte zwischen Schlosspark und Festbereich, begleitet von ausgesuchter Feierlichkeit und diskreter Übertreibung.
Kulinarischer Höhepunkt
Zu Ehren des Blauen Kurfürsten wird die fränkische Spezialität Blauer Zipfel diesmal von einem Überraschungsgast aus Nürnberg ausgegeben. Das Social-Media-Team des Gasts hat mit professioneller Feierlichkeit darum gebeten, dessen Identität bis auf Weiteres nicht preiszugeben, da offenbar eine eigene gloriose Enthüllung im Umfeld der barocken Gondel vorbereitet wird.
Der Programmpunkt gewinnt dadurch zusätzlich an jener schönen Mischung aus Pathos, Geheimhaltung und fränkischer Wärme, die von der Selbstinszenierung der Barockzeit inspiriert ist. Aus eben diesem Grund musste der Ehrengast auf der Bildkollage vorläufig unkenntlich gemacht werden, damit die geplante Enthüllung nicht vorzeitig scheitert, sollte er hier erkannt werden. Zwischen Schlosspark, Sud und Silberbesteck dürfte sich die Frage nach der Identität des Gasts damit fast ebenso publikumswirksam entfalten wie der Zipfel selbst.
Anmeldung
Die ersten 100 Anmeldungen erhalten Freikarten für den Festtag. Ein Anspruch auf Sichtkontakt zur Gondel ist damit allerdings noch nicht verbunden.
Gondelfahrten
Aufgrund der zu erwartenden Nachfrage wird zunächst eine Warteliste für spätere Fahrten auf den Wasserachsen der Schlossanlage eingerichtet.
Rabattpaket
inklusive Nymphenburger Sekt
Luxuspaket
inklusive Champagner und Kaviar
Normalpaket
inklusive Sekt und Canapés
Hinweis: Alle Preisangaben verstehen sich vorbehaltlich wasserstandsabhängiger Anpassungen, protokollarischer Sonderlagen und eventueller Zuschläge bei besonders repräsentativem Ein- oder Ausstieg.
Grußwort
„Das Gondelfahren war einst ein Vergnügen der Höfe, der Herrschenden und jener Kreise, die ohnehin schon in jeder Hinsicht gut befördert waren. Wenn wir heute eine Barockgondel nach Nymphenburg zurückbringen, dann sollte dies nicht als nostalgische Wiedererrichtung alter Vorrechte verstanden werden, sondern als deren höflich verspätete Demokratisierung.
Es erscheint mir nur folgerichtig, dass das, was früher dem Souverän vorbehalten war, heute dem Volk offensteht – zumal das Volk inzwischen selbst der Souverän ist. Ich habe mich daher mit Nachdruck dafür ausgesprochen, dass die geplanten Fahrten nicht allein in einem repräsentativen Spitzenpreissegment verbleiben, sondern auch für Anwohnerinnen und Anwohner sowie für hochbetagte Mitbürgerinnen und Mitbürger in angemessener Weise zugänglich gemacht werden. Die Einführung von Anwohnerrabatten und Seniorenrabatten ist insofern kein Nebenaspekt, sondern ein kleiner wassergebundener Beitrag zur sozialen Balance.
Im Übrigen sollte man den Begriff Gondel in Bayern nie zu eng auslegen. Viele Menschen kennen Gondeln heute zunächst aus dem alpinen oder touristischen Freizeitwesen, sei es schwebend über Hänge, sei es auf dem Weg zu Aussichtspunkten, Skipisten oder jenen Wanderzielen, die man aus guten Gründen lieber sitzend erreicht. Dass Bayern nun neben der Luft- und Berggondel auch die Wasserform der Gondel wieder pflegt, darf deshalb als folgerichtige Abrundung bayerischer Fortbewegungskultur gelten.
Mit besonderem Interesse verfolge ich daher auch die weiterführenden Überlegungen zu einer Straußengondel vom Ufer des Alpsees in Richtung Schloss Neuschwanstein. Nach derzeitigem Kenntnisstand war dieses Fahrzeug ursprünglich nicht als bloßes Boden- oder Wassergefährt, sondern in heißluftiger Form gedacht. Man könnte sagen: Die Idee war schon damals von beträchtlicher Heißluft getragen. Wenn es nun gelingt, dieses Vorhaben in enger Zusammenarbeit mit der Bayerischen Schlösser- und Seenverwaltung sowie dem Wittelsbacher Ausgleichsfonds neu zu denken, dann wäre das ein erfreuliches Beispiel dafür, wie historische Fantasie und gegenwärtige Technik dort zusammenfinden, wo andere nur heiße Luft vermuten würden.
Ich wünsche dem Barockfest, der Gondel-Taufe und dem gesamten Nymphenburger Gondelwesen einen festlichen Verlauf und eine Öffentlichkeit, die bereit ist, auch in scheinbar überkommenen Formen noch Gegenwart zu erkennen.“
— S.K.H. Herzog Franz von Bayern
Grußwort · Gondel-Betreiber
Grußwort von Staatsminister Albert Füracker
„Die feierliche Inbetriebnahme einer Barockgondel in Schloss Nymphenburg ist aus Sicht des Bayerischen Staatsministeriums der Finanzen und für Heimat sowie der Bayerischen Schlösser- und Seenverwaltung ausdrücklich zu begrüßen.
Mein Chef misst dem Blauen Kurfürsten seit Langem besondere Bedeutung bei. Dies gilt vor allem für dessen ausgeprägtes Verständnis bayerischer Größe und für einen Herrschaftsanspruch, der sich bekanntlich nicht unnötig an heutigen Staatsgrenzen aufgehalten hat. Dass dieses historische Selbstbewusstsein nun in wassergebundener Form sichtbar wird, ist ein kulturpolitisch bemerkenswerter Vorgang.
Ich selbst komme aus der Oberpfalz und habe deshalb von Haus aus ein etwas nüchterneres Verhältnis zum Münchner Barock. Wo in München noch eine vergoldete Kartusche als geschmackliche Notwendigkeit empfunden wird, hätte man bei uns vermutlich bereits mit einer ordentlichen Holzlösung gearbeitet. Dennoch ist festzuhalten: Auch Prunk kann sich rechnen.
Und genau das ist hier der entscheidende Punkt. Als Finanzminister erkenne ich in den geplanten Gondelfahrten kein dekoratives Randphänomen, sondern ein bislang unzureichend ausgeschöpftes Einnahmeinstrument. Die Verbindung von historischer Kulisse, begrenzter Verfügbarkeit und zahlungskräftigem Publikum eröffnet dem Freistaat Perspektiven, die man im Haushaltsvollzug nicht leichtfertig geringschätzen sollte.
Ich möchte daher gerade die Münchner Gesellschaft ermutigen, das Luxuspaket mit staatsbürgerlicher Entschlossenheit zu buchen. Wer über die nötigen Mittel verfügt, sollte sie in Zeiten angespannter Haushalte nicht ausschließlich im Privaten zirkulieren lassen. Es ist an der Zeit, dass Wohlstand, Barockbewusstsein und fiskalische Mitverantwortung wieder enger zusammenfinden.
Ich wünsche dem Fest einen würdigen Verlauf, der Gondel eine hohe Auslastung und dem Staatshaushalt jene diskrete, aber spürbare Entlastung, die von einem gelungenen Sommertag auf dem Wasser ausgehen kann.
Kurz gesagt: Der Staat braucht keine Sentimentalität. Der Staat braucht Buchungen.“
— Albert Füracker, Bayerischer Staatsminister der Finanzen und für Heimat
Grußwort · Gondel-Taufpate
Grußwort von Oberbürgermeister (Des.) Dominik Krause
„Es ist mir eine besondere Freude, bei der Taufe dieser Gondel als Gondelpate mitzuwirken. Dieses Amt verstehe ich nicht nur ehrenhalber, sondern auch programmatisch. Denn die Gondel ist weit mehr als ein dekoratives Wasserfahrzeug. Sie ist ein verkehrspolitisches Signal, ein klimagerechter Hoffnungsträger und, wenn man so will, ein bisher sträflich unterschätztes Element nachhaltiger urbaner Mobilität.
München war historisch immer auch Wasserstadt. Die Wasserachsen verbanden nicht nur Schlossanlagen und Landschaftsräume, sondern standen für ein Denken in natürlichen Kreisläufen, in sanfter Fortbewegung und in einer Stadt, die sich nicht ausschließlich über versiegelte Flächen definierte. In früheren Zeiten reichten diese Verbindungen bekanntlich weit — über München hinaus bis nach Schleißheim und in der erweiterten Vorstellung sogar in Richtung Starnberg. Es wäre kurzsichtig, darin nur Geschichte zu sehen. Tatsächlich liegt hier ein Zukunftsmodell, das wir viel zu lange vernachlässigt haben.
Gerade heute, wo wir Mobilität neu, gerechter und ökologisch konsequenter denken müssen, verdient die Gondel neue Aufmerksamkeit. Sie wird nicht durch fossile Energieträger, keine überdimensionierten Batterien und keine lärmende Verbrennungstechnik bewegt, sondern durch biomechanische Kraft, also durch Muskelsport im Dienst des Gemeinwohls. In dieser Hinsicht ist das Gondolieren dem motorisierten Individualverkehr nicht nur ökologisch überlegen, sondern in seiner Grundidee auch zivilisatorisch fortgeschrittener.
Als neuer Oberbürgermeister setze ich mir deshalb den Vorsatz, das Gondolieren neben dem Radfahren als Verkehrsalternative im Münchner Stadtraum zu etablieren. Wir müssen Mobilität vom Wasser her neu denken. Wo heute noch geschlossene, aufgeheizte und klimatisch problematische Flächen dominieren, können morgen begrünte Wasserstraßen entstehen. Diese sollen seitlich bepflanzt, ökologisch aufgewertet und so gestaltet werden, dass sie im Sommer spürbar zur Kühlung des Stadtraums beitragen. Damit schaffen wir nicht nur neue Wege, sondern auch neue Aufenthaltsqualität, neue Frischluftschneisen und eine tiefere Versöhnung von Fortbewegung, Stadtgrün und Temperaturgerechtigkeit.
Ich bin überzeugt: Die Verkehrswende wird auf Dauer nur dann gelingen, wenn wir bereit sind, unsere Maßstäbe grundlegend zu verändern. Es reicht nicht, den Autoverkehr etwas zu reduzieren. Wir müssen alternative Mobilitätsformen kulturell aufwerten, planerisch priorisieren und infrastrukturell bevorzugen. Die Gondel gehört aus meiner Sicht ausdrücklich in diesen Horizont. Sie ist leise, emissionsarm, flächenschonend, gemeinschaftsfördernd und in besonderer Weise entschleunigungsfähig.
Dass dieser Impuls ausgerechnet in Nymphenburg gesetzt wird, ist daher nur folgerichtig. Hier zeigt sich, dass historische Formen nicht rückwärtsgewandt sein müssen, sondern gerade dann modern werden, wenn man sie mit politischem Ernst neu liest. Als Gondelpate wünsche ich mir, dass aus der heutigen Taufe nicht nur ein festlicher Moment entsteht, sondern der Auftakt für eine ernsthafte Debatte über die Rolle wassergebundener Mobilität in einer ökologisch verantworteten Metropole des 21. Jahrhunderts.
Oder anders gesagt: Wer es mit nachhaltiger Verkehrspolitik ernst meint, wird auf Dauer nicht am Gondolieren vorbeikommen.“
— Dominik Krause, designierter Oberbürgermeister der Landeshauptstadt München
Impressum
Herausgeber
Herzogliche Verwaltung
Schloss Nymphenburg 11
80638 München
Diese Website informiert über das Barockfest, die Gondel-Taufe und verwandte Formen leicht gesteigerter kulturhistorischer Erwartung. Bei aufmerksamer Lektüre wird sich unschwer erschließen, dass nicht jede hier dargestellte Maßnahme des bayerischen Gondelwesens bereits den Rang einer vollendeten Tatsächlichkeit erreicht hat.
Herzogliche Verwaltung
Schloss Nymphenburg 11
80638 München
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Stand: April 2026